ZFI-Bericht 2012: Nachtlärm muss rascher bekämpft werden

Do 28.11.13

Der ZFI-Bericht 2012 zeigt eine massive Zunahme der Lärmbelästigung in den Nacht-randstunden. Insbesondere die Zunahme der Flugbewegungen in der Zeit nach 23:00 Uhr ist erschreckend und wäre grundsätzlich vom Regierungsrat über den Verwaltungsrat beeinflussbar.


Da die Bevölkerung stagniert, ist diese Ausrede nicht mehr verfügbar. Entsprechend wird klar ersichtlich, dass der Langstreckenverkehr mit dem lärmungünstigen Flottenmix hauptverantwortlich ist für die erneute Zunahme des ZFI.


Grundsätzlich ist es erfreulich, dass erste Schritte für eine Verbesserung der Wohn-situation in den am meisten betroffenen Gemeinden unternommen werden. Wie weit die Immobilienbesitzer dann tatsächlich Investitionen tätigen werden, wird sich zeigen. Ver-besserungen auf dieser Seite dürfen aber nicht dazu führen, dass die Einschränkung des Lärms an der Quelle vernachlässigt wird. Hier ist auch der Bund gefragt, der mit seinen zweifelhaften Entscheiden bei der Festsetzung von lärmabhängigen Lande- und Start-gebühren nur die Interessen der Airlines berücksichtigt.


Für die mittelfristige Zukunft zeigen sich mit der Änderung des Flottenmixes Verbes-serungen. Die Präsentation der Swiss zeigte aber auch, dass der Lärm in der unmittelbaren Flughafenregion nicht verschwinden wird. Die Auswirkungen des Staatsvertrags auf die Lärmverteilung sind dagegen völlig unklar. Der Verweis auf die SIL-Dokumente bringt nicht viel, da diese ja zuerst zu überarbeiten sind.
Der Regierungsrat ist aufgefordert seinen Einfluss geltend zu machen und die Nachtflugsperre ab 23:00 umzusetzen.